Invasive Methoden

Den richtigen Nerv getroffen

Laborproben

Neben den klassischen Behandlungsmethoden gibt es noch die so genannten interventionellen (eingreifenden) Verfahren. Diese Methoden beeinflussen direkt die Nerven, die dabei entweder blockiert, gehemmt, gereizt oder durchtrennt werden.

Bei den interventionellen Verfahren werden folgende unterschieden:

Regionalanästhesie

Bei Operationen unter Regionalanästhesie verliert der Patient nicht das Bewusstsein. Dennoch kann er völlig schmerzfrei operiert werden. Bei diesem Verfahren werden die Nerven einfach zeitweilig „ausgeschaltet”. Dank blockierter Nerven können Patienten auch noch Tage nach der OP schmerzfrei gehalten werden. Die häufigsten Methoden der Regionalanästhesie sind: Spinalanästhesie, Epiduralanästhesie, Plexusanästhesie.

Neurochirurgie

Neurochirurgische Verfahren zur endgültigen Durchtrennung oder Zerstörung von Nervenbahnen sind nicht ohne ein gewisses Risiko und werden daher nur noch relativ selten angewandt (z. B. Chordotomie oder Rhizotomie). Die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten haben sich heute so weit entwickelt, dass man auf diese zuweilen riskante Form der Schmerztherapie weitestgehend verzichtet.

Stimulationstherapie

Bei den so genannten Stimulationsverfahren werden Reize benutzt, um die Schmerzwahrnehmung positiv zu beeinflussen. Diese Stimulation hat wiederum eine Schmerzlinderung zur Folge. Besonders häufig angewandte Stimulationsmethoden sind die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) und die Spinal Cord Stimulation (SCS, Rückenmarkstimulation). Aber auch Akupunktur ist ein „Reizverfahren", das schon seit Jahrtausenden erfolgreich eingesetzt wird.